Neue Heimat: Wir sind umgezogen!

relocation

Jetzt aber echt: Wir (also Ich, das Blog und der ganze Rest) sind ausgewandert zu tumblr. WordPress ist sicher cool, aber tumblr hat uns mit seiner Einfachheit in Bedienung und Layout verliebt gemacht. Ihr seid alle zur Einweihungsparty und auch sonst eingeladen!

Bitte hier entlang!

Bild über pingnews.com.

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Neue Wörter: Neuer Name für neues Recht

floppy

Aus dem Debug-Waldt ruft es nach einem Namen für unser aller neustes und liebstes Kind, dem süßen, kleinen „Grundrecht auf Gewährleistung der Vertraulichkeit und Integrität informationstechnischer Systeme„. Und weil der Name eben gar nicht so süß klingt, wie er sollte, muss ein neuer her. Weniger Hubert, mehr Amélie.

Der große Bruder des Neugeborenen (sie haben ja zumindest einen gemeinsamen Elter) hört auf den Namen „Recht auf informationelle Selbstbestimmung„, was wir einigermaßen griffig finden. Mit dem neuen Kind ist jetzt wohl eher sowas wie der Schutz vor Computer- oder Datenfriedensbruch gemeint. Es geht um die Unverletzlichkeit privater Datensysteme, um einen Schutz vor „heimlicher Infiltration eines informationstechnischen Systems„. Also: Recht auf Datenfrieden? Naja, vielleicht…

Bild von RaeA.

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don norman

Donald Norman wird von Spiegel Online interviewt und schlägt vor, grundsätzlich die überlieferten Interfacetechniken zu hinterfragen. Warum eine Maus? Geht das nicht auch einfacher, intuitiver, natürlicher? Das macht er nicht zum ersten Mal und wir sind uns auch nicht sicher, ob seine Vorschläge nicht vielleicht zu sehr diesen hier (via) ähneln, finden es aber auf jeden Fall sympathisch, wenn traditionierte Interfacetechniken zur Diskussion stehen, radikal nach Benutzerfreundlichkeit gefragt wird und wir dann wieder in voller Härte mitkriegen, dass alles auch anders hätte laufen können. Zukunft ist immer neue Zukunft.

Bild von Aernout Peeters.

Blu-ray und HD DVD: Ab auf den Formatfriedhof

minidisc

Der Formatstreit zwischen Blu-ray und HD DVD scheint sich zugunsten der blauen Sony-Technik entschieden zu haben. Nicht dass wir das Ganze hart verfolgt hätten, wir dachten einfach leichtsinnig, aber erfahrungsgeleitet, Sony würde sich nie durchsetzten. Die versuchen ja nicht zum ersten Mal ihr eigenes Format durchzudrücken, und das nicht immer mit Erfolg. Wir meinen damit primär die sympatische und erflogfreie Minidisc. Die Universal Media Disc gibt es ja noch. Aber wer kauft den Filme auf UMD für seine PSP? Idioten?

Bild von schoschie

[Nachtrag] Mediale Verfallsgeschichte als Flickr-Album.

Er gegen alle!

Er gegen alle

Eine neue Zukunft: Brockhaus nur noch online

Enzyklopädie von Magnus.

Manchmal kann man die neue Zukunft stärker spüren als sonst: Die Brockhaus Enzyklopädie wird es ab Mai online geben, und wohl nur noch online. Warum ist ja irgendwie klar. Auch wir erklären „Brockhaus Enzyklopädie“ hier über einen Wiki-Link. Sicher ist die Wikipedia nicht immer besser, genauer oder wahrer, aber z.B. schon mal schneller; sie weiß nämlich schon, was wir hier schreiben. Ob die Brockhaus Enzyklopädie einen Artikel über sich selbst enthält? Wenn ja, steht da sicher nicht, dass sie verschwinden wird. Schon wieder eine neue Zukunft also, und wie so oft begleitet von Freude und Trauer.

Via Deutsche Welle oder Literatur-Cafe. Bild von Magnus.

Frage des Tages: Der Bindestrich

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Der Bindestrich scheint ein guter Freund zu sein, wenn wir englische und deutsche Wortkombinationen bilden müssen oder bloggereske Sprachkreativität zeigen wollen. Doch heute und schon öfters haben wir uns gefragt, wann und bei welchen Wörtern man den Bindestrich genau verwenden darf, muss oder soll. Heißt es jetzt „E-mail-Kontakt“, „Email-Kontakt“ oder „Emailkontakt“?

Wollen wir es gut deutsch geregelt oder auch nur wissen, wer die Regel vor-schreibt, die es eventuell wert ist gebrochen zu werden, müssen wir den Rat für deutsche Rechtschreibung fragen. Der schreibt aber gar nix vor, sondern schlägt vor; und zwar in §40 bis §52, dass ein Bindestrich gesetzt werden muss bei Zusammensetzungen mit Einzelbuchstaben (x‑beliebig), mit Abkürzungen (UV‑bestrahlt) und mit Ziffern (100‑prozentig). Ok, das überrascht nicht. Genaueres hier. Interessant finden wir eher folgende Vorbemerkung zu den entscheidenden Paragraphen:

Der Bindestrich bietet dem Schreibenden die Möglichkeit, anstelle der sonst bei Zusammensetzungen und Ableitungen üblichen Zusammenschreibung die einzelnen Bestandteile als solche zu kennzeichnen, sie gegeneinander abzusetzen und sie dadurch für den Lesenden hervorzuheben. 

Das bedeutet ja dann – juhu! – der Bindestrich steht zur freien Verfügung und ist tatsächlich der Kreativität des Schreibenden überlassen. Bindestriche zwischen Substantiven können einfach da gesetzt werden, wo sie der Schreibende für sinnvoll hält.

Das Bild des Waisen-Bindestrichs ist von The Stakhanovite Twins. Das hier zitierte Regelwerk zur deutschen Rechtschreibung gibts als massives PDF hier, das ganze online und übersichtlicher hier.