Archive for the 'theorie' Category

Frage des Tages: Der Bindestrich

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Der Bindestrich scheint ein guter Freund zu sein, wenn wir englische und deutsche Wortkombinationen bilden müssen oder bloggereske Sprachkreativität zeigen wollen. Doch heute und schon öfters haben wir uns gefragt, wann und bei welchen Wörtern man den Bindestrich genau verwenden darf, muss oder soll. Heißt es jetzt „E-mail-Kontakt“, „Email-Kontakt“ oder „Emailkontakt“?

Wollen wir es gut deutsch geregelt oder auch nur wissen, wer die Regel vor-schreibt, die es eventuell wert ist gebrochen zu werden, müssen wir den Rat für deutsche Rechtschreibung fragen. Der schreibt aber gar nix vor, sondern schlägt vor; und zwar in §40 bis §52, dass ein Bindestrich gesetzt werden muss bei Zusammensetzungen mit Einzelbuchstaben (x‑beliebig), mit Abkürzungen (UV‑bestrahlt) und mit Ziffern (100‑prozentig). Ok, das überrascht nicht. Genaueres hier. Interessant finden wir eher folgende Vorbemerkung zu den entscheidenden Paragraphen:

Der Bindestrich bietet dem Schreibenden die Möglichkeit, anstelle der sonst bei Zusammensetzungen und Ableitungen üblichen Zusammenschreibung die einzelnen Bestandteile als solche zu kennzeichnen, sie gegeneinander abzusetzen und sie dadurch für den Lesenden hervorzuheben. 

Das bedeutet ja dann – juhu! – der Bindestrich steht zur freien Verfügung und ist tatsächlich der Kreativität des Schreibenden überlassen. Bindestriche zwischen Substantiven können einfach da gesetzt werden, wo sie der Schreibende für sinnvoll hält.

Das Bild des Waisen-Bindestrichs ist von The Stakhanovite Twins. Das hier zitierte Regelwerk zur deutschen Rechtschreibung gibts als massives PDF hier, das ganze online und übersichtlicher hier.

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Berliner Gazette: Kommentare überall

Das Bild führt (wie so oft Bilder) in die Irre. Kommentare sind ganz toll und überall (hier vielleicht nicht). Erklären durften wir das in der Berliner Gazette.

Bild von Laughing Squid.

Alles Nutten!

A: „Journalisten. Das sind Nutten. Die machen doch für Geld alles.“
B: „Gibt es dann nicht auch was Gutes?“
A: „Ja, die Le Monde.“
B: „Aber was ist denn da anders?“
A: „Na hör mal! Die Le Monde ist ne klasse Zeitung“

Zitiert über unzählige Umwege, also so gut wie frei erfunden… 

Ein Jahreswechsel-Posting

 

So sieht mein Jahresrückblick für die Berliner Gazette aus. Hoffentlich gilt das, was ich mir dort vom Bloglesen und Blogschreiben gewünscht habe, auch für das Lesen und Schreiben eben des Beitrags. Dann könnte ich nämlich „autologisch“ schreiben; und wäre das nicht total toll? klugscheißermässig? Wahrscheinlich! Auf jeden Fall sind da auch ein paar rückblendige Listen, die mein Jahr 2007 endgültig, vollkommen und abschließend in die Vergangenheit rein-definieren. Dann ist ja alles geklärt und die neue Zukunft kann anfangen.

Das Bild einer Tagebuchschreiberin ist von José Miguel Serrano. Die Bildunterschrift: „I think she is in love…!“.

Berliner Gazette: Schon schön

Wie verwendet man „schön“ als Begriff, und was hat die Kunst damit zu tun? Wirklich alle Antworten dazu von mir hier.

 

 Bild von dustpuppy

Schäuble dekonstruiert sich

 Folgendes Zitat von Schäuble steht so ähnlich auch als Titel über dem Interview bei Telepolis mit ihm. Im Interviewtext selbst lautet es so:

Denn aus den von mir dargestellten Erwägungen heraus wird es nie zur „uneingeschränkten“ Anwendung freiheitsbeschränkter Maßnahmen kommen   

Er sagt also, freiheitsbeschränkende Maßnahmen würden nie frei sein. Also doch für die Unfreiheit? Hoffentlich kommt der Schäuble nicht noch mehr auf die Idee, Paradoxien für sich rhetorisch zu nutzen, wobei das hier wohl eher ne unfreiwillige Stilblüte zu sein scheint. Letztendlich stimm ich aber jetzt auch mit ein in die Tradition vor Innenministern zu warnen: Vorsicht vor dem Schäuble Wolfgang!

Bild von gruenebremen

Texte täuschen!

Warum? Das habe ich hier in der Berliner Gazette erklären dürfen…