Den öffentlichen Raum taggen

Ich träume ja schon länger von Links zwischen dem Internet und dem Rest des öffentlichen Raums. Mir war dabei aber nicht klar, dass es schon so weit ist. Viele kennen vielleicht die Barcodes, die nicht aus Strichen sondern Pixeln bestehen (vom Bahn-Ausdruck-Ticket z.B.). Ein möglicher Standart dafür ist der QR-Code, in den sich bis zu 250 Zeichen packen lassen. Wirklich web-zwei-null-mässig wird es jetzt aber dadurch, dass schon einige kostenlose Reader für gewöhnliche Fotohandys zu haben sind, zB. von kaywa oder beetag. Und erzeugen kann man die Dinger auch ganz leicht online. Laut Heise sind die Japaner schon längst drauf und diverse Firmen setzten auch für Europa größte Marketinghoffungen in die neue Technik. Natürlich braucht der Spaß noch billigere/kostenlose Möglichkeiten des mobilen Internets, damit die Codes wirklich zu Links werden können, aber dorthin ist es ja hoffentlich nicht mehr lang/weit.
Anwendungsgebiete für mich scheinen vor allem auf der Strasse zu liegen. Taggen ist ja auch erstmal mit Graffiti verbunden, aber eben nicht dirkt mit dem Internet. Einerseits ist es einfach cool kleine Texte in Form solcher Codes anzubringen, andererseits ist da eben noch die Möglichkeit, dass die Codes direkt als Links funktionieren. Kleine touristenartige Hinweise an besonderen Gebäuden oder Plätzen. Der Streetart-Kleber verweist auf seine Internetseite oder sogar auf die eigentliche Kunst, die nur im Netz zu finden ist. Der Bloger kennzeichnet einen Ort, über den er geschrieben hat. Leicht zu verwendende Links in und aus der Wirklichwelt sind spitze!

Das Bild ist im Übrigen die URL dieses Blogs. Loß schon, testet es!

PS: Spannend fand ich beim Schreiben auch, dass man das Nicht-Internet begrifflich gar nicht richtig differnzieren kann. „RealLive“ ist scheiße, weil das, was wir im Internet tun ja auch real ist. Gerade dann im Zusammenhang mit solchen oder anderen Links von der Srasse ins Internet stellt sich doch die Frage, wo das Internet eigentlich aufhört.

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