Archiv der Kategorie 'medien'

Neue Heimat: Wir sind umgezogen!

relocation

Jetzt aber echt: Wir (also Ich, das Blog und der ganze Rest) sind ausgewandert zu tumblr. WordPress ist sicher cool, aber tumblr hat uns mit seiner Einfachheit in Bedienung und Layout verliebt gemacht. Ihr seid alle zur Einweihungsparty und auch sonst eingeladen!

Bitte hier entlang!

Bild über pingnews.com.

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don norman

Donald Norman wird von Spiegel Online interviewt und schlägt vor, grundsätzlich die überlieferten Interfacetechniken zu hinterfragen. Warum eine Maus? Geht das nicht auch einfacher, intuitiver, natürlicher? Das macht er nicht zum ersten Mal und wir sind uns auch nicht sicher, ob seine Vorschläge nicht vielleicht zu sehr diesen hier (via) ähneln, finden es aber auf jeden Fall sympathisch, wenn traditionierte Interfacetechniken zur Diskussion stehen, radikal nach Benutzerfreundlichkeit gefragt wird und wir dann wieder in voller Härte mitkriegen, dass alles auch anders hätte laufen können. Zukunft ist immer neue Zukunft.

Bild von Aernout Peeters.

Blu-ray und HD DVD: Ab auf den Formatfriedhof

minidisc

Der Formatstreit zwischen Blu-ray und HD DVD scheint sich zugunsten der blauen Sony-Technik entschieden zu haben. Nicht dass wir das Ganze hart verfolgt hätten, wir dachten einfach leichtsinnig, aber erfahrungsgeleitet, Sony würde sich nie durchsetzten. Die versuchen ja nicht zum ersten Mal ihr eigenes Format durchzudrücken, und das nicht immer mit Erfolg. Wir meinen damit primär die sympatische und erflogfreie Minidisc. Die Universal Media Disc gibt es ja noch. Aber wer kauft den Filme auf UMD für seine PSP? Idioten?

Bild von schoschie

[Nachtrag] Mediale Verfallsgeschichte als Flickr-Album.

Eine neue Zukunft: Brockhaus nur noch online

Enzyklopädie von Magnus.

Manchmal kann man die neue Zukunft stärker spüren als sonst: Die Brockhaus Enzyklopädie wird es ab Mai online geben, und wohl nur noch online. Warum ist ja irgendwie klar. Auch wir erklären „Brockhaus Enzyklopädie„ hier über einen Wiki-Link. Sicher ist die Wikipedia nicht immer besser, genauer oder wahrer, aber z.B. schon mal schneller; sie weiß nämlich schon, was wir hier schreiben. Ob die Brockhaus Enzyklopädie einen Artikel über sich selbst enthält? Wenn ja, steht da sicher nicht, dass sie verschwinden wird. Schon wieder eine neue Zukunft also, und wie so oft begleitet von Freude und Trauer.

Via Deutsche Welle oder Literatur-Cafe. Bild von Magnus.

Berliner Gazette: Kommentare überall

Das Bild führt (wie so oft Bilder) in die Irre. Kommentare sind ganz toll und überall (hier vielleicht nicht). Erklären durften wir das in der Berliner Gazette.

Bild von Laughing Squid.

StudiVZ: Reibung erzeugt Wärme

Das StudiVZ erwartet ja Ende März Konkurrenz vom deutschen Ableger von Facebook. Darauf muss reagiert werden, zumindest mal mit Ankündigungen. Die macht Marcus Riecke jetzt auch in einem FAZ-Interview. Interessant scheint uns:

Es gab immer wieder Gerüchte um ein weiteres Netzwerk. Stimmen die? Ja. Wir werden unmittelbar nach dem Übergang auf die neue Softwarearchitektur unsere VZ-Markenfamilie in dem Segment oberhalb von StudiVZ erweitern. Die neue Marke richtet sich an alle Freunde unserer StudiVZ-Nutzer, die nicht mehr studieren oder gar nicht studiert haben.                     

Hätten wir uns ja denken können, dass sich das SVZ allen öffnen will. Was da wohl – außer kostbarer Uservermehrung – der letzte Auslöser war?

Hängen diese Planungen nicht zufällig mit dem Facebook-Start in Deutschland zusammen? Das hat mit Facebook gar nichts zu tun. Das sind unsere eigenen Planungen.                     

Ausserdem: auch als Zeichen einer allgemeineren Entwicklung, eine angekündigte Öffnung für externe Entwickler und ein möglicher (!) Beitritt zu Open Social. Das läuft doch gut, denken wir, für die, die Bock drauf haben. Lässt sich auch zusammenfassen unter „Öffnung“ (open ist als Trend schon identifiziert). Uns würde noch interessieren, wie die ganze AGB-Änderungs-Geschichte so allgemein auf das SVZ gewirkt hat.

Bild von kk+ 

[Nachtrag] Natürlich gibt es auch einen Artikel bei Heise dazu.

Alles Nutten!

A: „Journalisten. Das sind Nutten. Die machen doch für Geld alles.“
B: „Gibt es dann nicht auch was Gutes?“
A: „Ja, die Le Monde.“
B: „Aber was ist denn da anders?“
A: „Na hör mal! Die Le Monde ist ne klasse Zeitung“

Zitiert über unzählige Umwege, also so gut wie frei erfunden… 

Ein Jahreswechsel-Posting

 

So sieht mein Jahresrückblick für die Berliner Gazette aus. Hoffentlich gilt das, was ich mir dort vom Bloglesen und Blogschreiben gewünscht habe, auch für das Lesen und Schreiben eben des Beitrags. Dann könnte ich nämlich „autologisch“ schreiben; und wäre das nicht total toll? klugscheißermässig? Wahrscheinlich! Auf jeden Fall sind da auch ein paar rückblendige Listen, die mein Jahr 2007 endgültig, vollkommen und abschließend in die Vergangenheit rein-definieren. Dann ist ja alles geklärt und die neue Zukunft kann anfangen.

Das Bild einer Tagebuchschreiberin ist von José Miguel Serrano. Die Bildunterschrift: „I think she is in love…!“.

Joost fängt an – Hausmusik hört auf

„Es ist heute also zugleich besser und schlechter“, hat Niklas Luhmann mal in einem Interview gesagt. Zugegeben, Joost und Hausmusik nehmen sich ökonomisch wohl nix, aber es ist schon bemerkenswert, wie die Veränderungen der Unterhaltungsmedien-Medien hier sichtbar werden.

Joost, eine große Hoffnung für die, die sich auf Internetfernsehen freuen, ist seit heute in der open-beta-Phase. Die Software gibts für Windows und Mac. Bemerkenstwert ist an Josst – für die de es nicht kennen – erstens, dass der Service die Verbreitung seiner Videos unter anderem über P2P-Technik verwirklicht. Das finden wir insofern wichtig, als dass das coole Prinzip des P2P eine weitere legale Anwendung findet und so nicht mehr nur mit Diebstahl gleichgesetzt werden kann. P2P ist nämlich nicht von sich aus böse, wie manche glauben, selbst wenn man „freies“ Filesharing nicht gut heisst. Zweitens hat Joost nicht die schlechtesten Lizenzgeber am Start, nämlich unter Anderen Comedy Central, MTV und Paramount Pictures (bei Heise steht, dass die hier letztgenannte Partnerschaft zB. dazu führt, „dass einige komplette deutschsprachige Spielfilme – darunter „Star Trek: Der Aufstand“, „Die Stunde der Patrioten“ und „The Italian Job“ – auf Zuschauer warten“. Das klingt doch nicht schlecht. Allerdings berichtet Heise auch, dass die Bildqualität (bisher?) nicht richtig toll ist. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt, um zuzugeben, dass wir Joost noch nicht selber getestet haben, dass das hier also alles gefährliches Halbwissen ist. Wie immer und überall: Vorsicht, bitte.

Jetzt der weniger nerdige, dafür traurige Teil der Nachricht: Wir haben auf der Seite der Zeit gelesen, dass das Label, der Vertrieb und der Plattenladen Hausmusik aufhören das zu tun, was es/er solange bewundert gemacht hat. Genauer ist es der Gründer Wolfgang Petters, der die Geschäfte einstellen muss um der Pleite zu entgehen. Schlimm könnte das Ganze dann auch noch für die von Hausmusik vertriebenen Label werden. Es sagt auf jeden schon einiges, wenn einer der Großen, der Kleinen, aufhört, und das in der so genannten Medienstadt München. Wenn diese Niederlage wenigstens von einem entsprechenden Höhenflug der digitalen Musikverkäufe begleitet wäre, aber leider sind es scheinbar vor allem große Ketten, die die kleinen Läden ersetzten, dann aber unfähig sind, irgendwie chartferne Popmusik zu verkaufen. Den pickligen Verkäufer vom Mediamarkt und seinen Kollegen würden wir auch nicht nach den neuesten Releases und seiner Meinung dazu fragen. Schade insgesamt. Es bleibt spannend, was die schon wieder neue Zukunft bringt.

Foto von steinhobelgruen.